Herzlich Willkommen
Als angehender Mathematiker habe ich eine Frage des Öfteren von Freunden und Verwandten gehört:
Was lernt man eigentlich als Mathematikstudent?
Dabei gingen die Meisten wahrscheinlich insgeheim davon aus, dass ich den ganzen Tag komplizierte Brüche und Formeln ausrechnen muss. Soviel schonmal vorab: Das stimmt nicht.
Aber, so einfach die Frage auch klingt, so schwer ist es, sie einem „Laien“ verständlich zu beantworten, schlimmer noch: ich konnte mir selbst nie so genau auf einen Punkt bringen, was ich da eigentlich studiere.
Um das zu ändern, versuche ich im Folgenden, eine kleine Zusammenfassung darüber zu geben, was die Mathematik und das Mathematikstudium ausmacht.
Diese Zusammenfassung richtet sich an
- ganz normale Leser, die auch schon mal einen Mathematiker nach seinem Studium gefragt haben
- Schüler, die vielleicht auch mal Mathematik studieren möchten
- Studenten der Mathematik, die wie ich auch nie wissen, was sie antworten sollen, wenn sie nach den Studieninhalten gefragt werden
Ich habe versucht, möglichst wenige Begriffe vorauszusetzen. Falls ich doch mal einen Begriff benutzt habe, bitte einfach überlesen :-)
Übrigens: Auf den meisten Seiten (z.B. auf dieser) hier befindet sich eine Kommentarfunktion, über die man Fragen oder Hinweise zur jeweiligen Seite stellen kann - ich beantworte diese dann gerne. So, jetzt geht's aber wirklich los - nämlich damit, was Mathematik nicht ist.
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Tobias studiert an der
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Dein Kommentar
Hallo Annett,
ich schließe mich Tobias` Ausführungen an.
Jeder Vollblutmathematiker ist in der Lage selbst komplizierteste Zusammenhänge so zu strukturieren, dass sie auch einem Laien verständlich werden können.
lg von Gabi Sluka.
Hallo Annett,
ich kann deine Situation gut nachvollziehen.
Mit dem mathematischen Verständnis ist es manchmal wie mit dem Erlernen eines Musikinstruments: Manchen Kindern geht das einfach sehr schnell ins Blut, und andere müssen sich viel erarbeiten und werden doch nie so gut.
Bei Mathematik ist speziell noch das Problem, dass in der Schule nicht jeder Lehrer fähig ist, die Denkweise gut zu vermitteln. Da bleiben viele Schüler auf der Strecke, für die an sich gute Heilungschancen bestanden haben.
Was heißt das jetzt für dich? Kann ich dir leider nicht wirklich sagen. Wo ein Wille ist, ist auch sicher ein Weg, aber ein steiniger Weg wird es bestimmt sein. Eine spezielle Person oder Einrichtung für diesen Fall kenne ich leider nicht - Nachhilfe bei einem Schüler scheidet vermutlich wegen des Altersunterschieds aus. Eine Nachhilfeschule mit erwachsenem Lehrpersonal kann vielleicht helfen, oder ein Student.
Es wird sehr auf die Person ankommen, die dir die Mathematik nahebringen will, und weniger auf das konkrete Wissen dieser Person. Vielleicht hast du im Bekanntenkreis jemand, der mit dir gegen ein freundschaftliches Entgelt kleinere Mathematik-Sessions mit Spaßfaktor durchführen würde (ohne Spaßfaktor geht es nämlich bestimmt nicht).
Du siehst schon, es ist alles sehr schwammig was ich dir sagen kann, aber leider hat für dieses Problem wohl keiner ein Rezept.
Viele Grüße,
Tobias
Hallo Tobias,wunder Dich nicht-ich versuche einfach alles.Folgendes:Ich bin ein hoffnungsloser Fall,was Mathe angeht.Nie begriffen trotz unzähliger Nachhilfestunden.Immer wieder bei Äpfeln und Birnen angefangen.Inzwischen 4o Jahre alt,muß ich nun keine Schule bzw. Prüfungen ablegen,trotzdem trotz vieler verbitterter Kämpfe und Tränen und doch nicht verstanden, hat es mich immer fasziniert.Meine Frage:Jetzt hab ich Zeit,würde mich aus privatem Interesse damit beschäftigen-gibt es Hoffnung für mich-und wenn wo? Kennst Du jemand,der sich mit hoffnungslosen Matheschülern auskennt?